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Rauchmelder sollten in keinem Haushalt fehlen

Ein Rauchmelder ist der beste Lebensretter in Ihrer Wohnung. Bereits das einmalige Einatmen von Brandrauch kann tödlich sein! Der sehr laute Alarmton  des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren. Geprüfte Rauchmelder lösen aufgrund von brennenden Kerzen oder durch Zigarettenrauch keinen Alarm aus.

Die meisten aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht und sterben an einer Rauchgas-Inhalation. Nur wenige sterben durch das Feuer selbst! Wenn der Mensch schläft, wird auch der Geruchssinn eingestellt. Man bemerkt den Rauch nicht. Die Pflicht einen Rauchmelder zu installieren ist mittlerweile in Schleswig-Holstein und einigen anderen Bundesländern gesetzlich geregelt.

 

Siehe Landesbauordnung Schleswig-Holstein § 49 (4) LBO: In Wohnungen müssen Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümerinnen oder Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2010 mit Rauchwarnmelder auszurüsten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzerinnen oder Besitzern, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

 

Bei der Anschaffung von Rauchmelder sollten einige Punkte beachtet werden:

>>>     Das Gerät sollte auf optischer Basis funktionieren, batteriebetriebene Geräte sollten schwache Batterien durch ein Batteriewechsel-Signal anzeigen (durchschnittliche Lebensdauer der Batterie: ca. ein bis drei Jahre).
     
>>>   Das Gerät sollte einer international anerkannten Norm entsprechen und von einer Prüfstelle (z.B. VDS) geprüft sein.
     
>>>   Die Geräte sollten über einen Testknopf zur Kontrolle der Funktionsbereitschaft verfügen.
     
>>>   Die Geräte sollten die Möglichkeit einer Vernetzung bieten.
     
>>>   Markenhersteller gewähren mehrjährige Garantien.

 

Auch für Gehörlose gibt es Rauchmelder

Dieses System kombiniert eine Zentrale mit einem eingebauten Blitzlicht, einem oder mehreren Rauchmeldern und einem Vibrationsgeber, der beim Schlafen unter das Kopfkissen gelegt wird.

Wie und wo die Rauchtmleder installiert werden, ist auf jeder Bedienungs-anleitung eines jeden Gedrätes genau beschrieben. Meistens sind dafür keine großen handwerklichen Fähigkeiten nötig. In der Regel werden die Geräte mit 2 Schrauben an der Decke montiert.

Verbot von Himmelslaternen in Schleswig Holstein

Nach mehreren anderen deutschen Bundesländern sind nun auch in Schleswig-Holstein die so genannten Himmelslaternen verboten. „Die Brandgefahr ist zu groß und die Risiken sind nicht abzuschätzen“, so das zuständige Innenministerium der Stadt Kiel.

 

Das landesweite Verbot besteht seit dem 28. August 2009. Verstöße können mit entsprechenden Geldbußen bis maximal 10.000 Euro bestraft werden. Die Laternen sind auf keinen Fall steuerbar. Selbst bei bestimmungs- gemäßer Verwendung geht von der offenen Wärmequelle der Lampions eine große Brandgefahr aus.

Die so genannten Himmelslaternen sind unbemannte Heißluftballone aus dünnem Reispapier. Eine offene Flamme erwärmt die Luft in der Laterne und führt zum Auftrieb des Ballons. Nach dem Start kann der Betreiber dieser Laterne weder die Richtung noch die Höhe des Ballons steuern. Sie erreichen nach aktuellen Angaben des Innenministeriums Reichweiten von deutlich mehr als 5000 Metern und Flughöhen von maximal 400 Metern.